Philosophie

Im Grunde genommen wollen wir Züchter alle das Gleiche. Wir wünschen uns für unseren Geschmack und unsere Vorstellung den perfekt gezüchteten Welpen. Wir lieben alle die Rasse, die Zucht und die Leidenschaft zu den Hunden. Nur was ist das nun eigentlich alles? Das liegt immer im Auge des Betrachters.

Warum möchte ich überhaupt züchten? Ja diese Frage, warum man überhaupt züchten möchte wurde mir durchaus auch schon gestellt, was auch legitim ist und meine Antwort ist auch ziemlich einfach. Als aller erstes muss ich dazu sagen, dass wenn niemand den Schritt zu einer verantwortungsbewussten Zucht wagen würde, dann wäre unsere Hundewelt ganz schön düster. Und zum anderen sage ich ganz ehrlich und offen .... Ich habe die Zeit, den Platz und ganz ganz viel Lust auf dieses spannende Kapitel. Für mich ist man nicht nur ein guter Züchter, wenn man sehr viele verschiedene Zuchtdamen, oder eine hohe Anzahl an Würfen im Jahr auf den Weg bringt. Natürlich hat ein Züchter mit sehr vielen verschiedenen Linien einen viel größeren Genpool an Verpaarungsmöglichkeiten. Dem bin ich mir durchaus bewusst. Allerdings kann ich was die gewissenhafte Verpaarungsangelegenheit angeht ebenso mit wenigen Hunden etwas Gutes für die Rasse tun und meine Hündin mit einem für sie gut passenden Rüden verpaaren, der die passende Linien mit sich bringt. Wenn wir den passenden Partner gefunden haben, nehmen wir sehr gerne auch einen weiten Weg auf uns. Das ist gar kein Problem! Somit kann auch ich eine verantwortungsbewusste und gesunde kleine Zucht führen, die an einem sehr geringen Inzuchtswert arbeiten kann und der Rasse etwas zurück geben wird. Ich stehe hinter meiner kleinen Familienzucht. Ich denke, eine gute Zucht macht die Art wie man züchtet, wie man hinter seiner Zuchtphilosophie steht, wie man den Welpen den Start in Ihr Leben gibt und vor allem mit wie viel Verstand, Verantwortung und Herz man dabei ist. Es muss einfach auch den Lebensumständen angepasst sein und somit wird meine Zucht, zumindest in den nächsten Jahren überschaubar, klein und fein sein.  

 

Für mich steht ganz klar die Gesundheit und der Charakter im Fokus. Schlussendlich ist es das Wichtigste, was eine gute Lebensqualität ausmacht. Was hat ein Mensch davon, wenn er einen großen Teil oder im schlimmsten Fall sein ganzes Leben lang gesundheitliche Probleme hat. So sehe ich es auch für den Hund und ich finde das lässt sich auch sehr gut miteinander vergleichen. Aus diesem Grund sind auch all unsere Hunde gesundheitsuntersucht. Das heißt, wir lassen alle unsere Hunde, bevor Sie in die Zucht gehen aus eigener Entscheidung bei dafür spezialisierten Tierärzten untersuchen. Eine große Herzuntersuchung, eine Augenuntersuchung, ein Wirbelsäulencheck und eine Blutuntersuchung wird gemacht, um schlussendlich abzuklären ob alles für eine anstehende Zuchttauglichkeit passt. Natürlich können wir dadurch nicht immer alles beeinflussen, dessen sind wir uns durchaus bewusst! Allerdings konnten wir somit auf jeden Fall alles Mögliche tun, um das Risiko von eventuellen vererbbaren Krankheiten zu minimieren. Auch das Alter der Hündin ist für uns ein wesentlicher Punkt. Die zukünftige Mami soll nicht zu jung sein, jedoch auch nicht zu alt! Ich gehe am liebsten von mir selbst aus und denke mein gesunder Menschenverstand sagt mir genau, wann es der richtige Zeitpunkt für eine Trächtigkeit sein kann. Bei der einen Hündin ist es eventuell schon etwas früher und bei der anderen kann man den ersten Wurf erst deutlich später planen. Ich habe inzwischen gelernt, dass es kein absolutes Schema gibt, bei dem man nicht rechts und nichts links schauen kann. Wir möchten es hier ganz individuell passend für die Hündin gestalten. Auch die Anzahl der Würfe ist bei uns ein Thema. Ich halte es nicht für richtig, einer Hündin in Ihrem ja doch deutlich kürzeren Leben wie bei uns Menschen, etliche Würfe zuzumuten! Ich selbst habe 2 wunderbare Schwangerschaften erlebt, die mir jedoch gezeigt haben, dass es eine Herausforderung für den Körper ist. Ganz am Anfang zu Beginn meiner Zucht, habe ich die maximale Anzahl von 2 Würfen sehr stark vertreten. Ich denke 2 Würfe sind eine super  gute Anzahl und auch mit sehr gutem Gewissen zu verantworten. Allerdings habe ich auch hier mit der Zeit gelernt, eine andere Sichtweise zu berücksichtigen. Ich denke unter gegebenen Kriterien, wie z.B. Alter, Gesundheit, Wurfstärke und auch Leidenschaft ist es auch in Ordnung einen 3 und dann aber für meinen Geschmack endgültig letzten Wurf zu planen. Da auch nicht jede Hündin gleich ist und man am Ende dann bestimmt auch mal individuell entscheiden muss, steht für mich auch fest, dass wenn es bei der ersten Trächtigkeit/Geburt Probleme gibt, wird es dann auch mal bei einem Wurf bleiben. Bei uns stehen unsere Mädels so im Vordergrund, dass wir kein Risiko eingehen werden, welches schon im Vorfeld durch Erfahrungen zu erwarten ist. 

Der Charakter legt für uns dann den nächsten wichtigen Baustein dar. Nur ein entspannter und wesensfester Hund kann ein unkompliziertes Miteinander veranlassen. Haben wir Unarten oder schlechte charakterliche Eigenschaften, macht es das in unserem Alltag schon alles etwas beschwerlicher. Schnell führt dies zu Überforderung und Frustration der kompletten Familie. Für uns müssen unsere 4-Beiner einfach physisch sowohl psychisch gesund sein und ganz viel Spaß machen.

Natürlich möchten wir auch dem Rassestandart treu bleiben. Denn zusätzlich zu der Gesundheit und dem Charakter lieben wir die Rasse auch in seiner kompletten Erscheinung. Seine elegante und sehr edle Art verzaubern mich jeden Tag aufs Neue. Das kurze und seidenweiche Fell und diese wahnsinnige Farbenvielfalt, die der Whippet mit sich bringt, beeindrucken mich total.  

Whippet & Co

Gerne versuche ich hier in meinen eigenen Worten etwas über den Whippet, seinen Charakter und über die Entscheidung, sich einen Hund/Whippet überhaupt anzuschaffen. 

Nun...als aller Erstes beginne ich mit dem Thema Entscheidung. Für mich ist zuerst die wichtigste Frage überhaupt, ob ein Hund in das eigene Leben und die aktuellen Umstände hineinpasst. Bevor ich mich mit der passenden Rasse beschäftige, sollte ich mich tiefgründig (vorallem beim ersten Hund) damit auseinandersetzen, ob ich mich auf dieses sanftmütige Lebewesen voll und ganz einlassen kann.  Es gibt nicht umsonst den Spruch, dass für einen Hund der Mensch das ganze Leben ist und für den Mensch der Hund nur ein Bruchteil. Somit sollte das Ganze einfach sehr gut überlegt sein. Wohnraum, Arbeitsplatz, Urlaubsbetreuung, Krankheitsbetreuung usw... vorallem aber auch die Veränderung, die von heute auf morgen eintritt und auch im 1. Lebensjahr sehr anstrengend sein kann. Stubenreinheit in den ersten Wochen, unter anderem auch nachts, Zahnwechsel, der auch strenge Beobachtung der Möbel erfordert und auch Langeweile, die einen auch gerne mal auf die Palme bringen kann. Ja ein junger Hund ist wie ein kleines Kind! Sowie kein Kind der Welt fertig erzogen und super brav auf die Welt kommt, so kommt auch kein Hundebaby auf die Welt. Und nun, wenn wir schon beim Vergleich sind :-) Bei meinen Hunden kann ich nach ca. 1 Jahr sagen, dass sie super erzogen sind....Bei meinen Kindern eher nicht. Da beginnt die Erziehung erst nach 1 Jahr so richtig. 

Kommen wir nun zum Charakter.....Ich persönlich finde ja, dass der Whippet ziemlich anpassungsfähig ist. Ganz egal ob zu einer Familie, zu einem Pärchen oder auch zu einem Single. Das Wichtigste was er braucht ist Zeit, Aufmerksamkeit, Beschäftigung, Konsequenz und ganz viel Liebe :-)

 

Er ist sicherlich auch ein Hund mit einem außergewöhnlichem Charakter, der sehr liebenswert und sanftmüig sein kann, jedoch auch stur und temperamentvoll. Er weiß ganz genau weiß was er möchte und was nicht. Grundsätzlich finde ich, ist es immer egal welche Rasse ich vergleiche. Dass ein Hund erzogen werden muss und die verschiedenen Entwicklungsphasen immer gleich sind, steht so fest wie auch bei den Entwicklungsphasen beim Mensch. Es gibt sehr wenige Rassen, die zum Beispiel keinen Jagdtrieb haben. In jeder Rasse wird es immer Hunde geben, die einen eher geringeren oder eher ausgeprägteren Jagdinstinkt haben. Für mich auch reine Charaktersache. Nehme ich 2 Welpen aus ein und dem selben Wurf kann ich sehr charakterlich verschiedene Hunde haben. Auch meine Kinder sind von Grund auf verschieden. Das Selbe gilt auch für die Thematik Pubertät oder auch Adolenz genannt. Alle Hunde, egal ob es ein Whippet oder ein Pudel oder ein Dackel ist kommen, in diese Phase! Es ist die Zeit des Ablösens von der Familie und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit beginnt. Meist die Zeit zwischen der Geschlechtsreife im Alter von dem 6. bis 9./10. Lebensmonat. Ich sehe sehr ausgeprägt bei uns in der Hundeschule, dass in dieser Phase, egal welche Rasse es ist, keiner mehr so richtig gut folgen mag und alles etwas anstrengender und zäh erscheint. Darum kann man schonmal von vorne weg sagen, dass es keine Hunderasse gibt, wo alles von alleine super läuft. Aber meine Güte.....das geht auch vorbei, und wenn man da konsequent durchhält, ist im Anschluss auch das Meiste geschafft :-) Ich denke bei der Entscheidung für den passenden Hund muss es in erster Linie eine Herzensangelegenheit sein, die abgestimmt auf die Eigenschaften der Rasse sind. Der Jagdtieb ist sicherlich ein Thema beim Whippet... Ja! Das möchte ich auch gar nicht schönreden.... Aber wie gesagt....Das kann auch bei anderen Rassen sehr ausgeprägt sein. Was den Bewegungsdrang angeht muss ich auch wieder auf den Vergleich zu anderen Rassen zurück gehen. Auch ein Chiwauwau möchte schöne Gassirunden und auch ein Border braucht seine ausgiebige Beschäftigung. Von dem her sehe ich das sehr gelassen und kann mir den Whippet wirklich gut in verschiedenen Lebensumständen vorstellen.

Der Whippet legt sehr viel Wert auf Geselligkeit und ist ungern allein. Wenn wir sein Verhalten im Haus/Wohnung betrachten, ist dieses sehr ausgeglichen und entspannt, nahezu unsichtbar. Wie auf meinen Bildern zu sehen ist, hält er sich gerne dort auf, wo wir eben auch sind.   

Ich könnte noch so viel darüber schreiben..... wenn Du mehr wissen möchtest darfst du Dich auch gerne bei mir melden !

Unsere Haltung

Wie halten wir unsere Hunde?

Ja eigentlich ist es ganz einfach zu beschreiben...

Unsere Hunde leben genau gleich wie wir. Allen unseren Hunden steht der freie Zugang im kompletten Haus zur Verfügung. Sie leben in unserem Familienleben komplett mit uns. Abends auf dem Sofa genießen alle ausgiebig die Nähe zu uns und nachts auch der ein oder andere im Bett unter der Decke. Wer es im Bett zu warm oder zu eng findet, hat auch noch genug Ausweichmöglichkeiten im kuscheligen Sitzsack oder im separaten Hundebettchen. An gemütlichen Plätzchen für unsere Hunde fehlt es uns auf keinem Fall. Alleine bleiben muss bei uns auch keiner! Unsere Damen können zwar bedingt auch mal alleine das Haus bewohnen, sind aber natürlich lieber gerne dabei. Dadurch dass wir eine sehr unkomplizierte Familie sind, lässt sich das auch meistens gut handhaben. Auf uns trifft man selten ohne Hund. Egal ob es die täglichen festen Abläufe sind, wie das in Kindergarten bringen...unsere Hunde kennen das Programm und gehen gerne mit. 

Alle unsere Hunde besuchen mit mir regelmäßig die Hundeschule. Egal ob es ein Junghundekurs oder für die etwas Älteren ein entspannt geführter SocialWalk ist. Für mich ist es sehr wichtig auch mal aus seiner gewohnten Komfortzone herauszugehen und etwas Neues dazu zu lernen. Denn auch mit einem sehr folgsamen Hund lernt man nie aus und die Sozialkontakte zu anderen neuen Hundefreunden sind ja oft dann auch ganz nett.

Unsere Fütterung

Gutes und ausgewogenes Futter und ausreichend Bewegung ist für uns die Grundlage für einen gesunden Hund. Für uns heißt gutes ausgewogenes Futter in erster Linie hochwertiges Trockenfutter. Der ein oder andere mag jetzt erstaunt darüber sein, dass wir nicht nur barfen. Allerdings ist es bei uns auch tatsächlich so, dass unsere Hunde ihr Trockenfutter auch wirklich liebend gerne fressen! In einem guten Trockenfutter findet sich alles, was ein Hund braucht. Trotz der Fütterung von Trockenfutter kann man zusätzlich viel Abwechslung mit ins Spiel bringen. Hier und da mit gutem Dosenfutter, frischem Fleisch und Gemüse kombiniert, oder auch mal ein paar Nudeln oder Reis dazu, macht das ganze super schmackhaft. Wir handhaben die Fütterung unserer Hunde sehr unkompliziert und versteifen uns auch nicht nur dauerhaft auf das selbe Futter. Unsere Erfahrung zeigt ganz klar, dass eine unkomplizierte Fütterung auch zu einer unkomplizierten Verdauung führt. Ich würde uns in einen gemischten Fütterungsstil einordnen, indem alles erlaubt ist was für unseren Hund gesund ist. Wir selbst essen sehr gerne Fleisch. Wenn es bei uns Rindfleisch gibt bekommen unsere Hunde das ganz einfach auch :-) Warum auch nicht?? Am liebsten nehmen unsere Hunde natürlich den Platz unterm Hochstuhl unserer Söhne ein :-) dort schmeckt es einfach am Besten! Natürliche Kauartikel und leckere Leckerchen gibt es auch und eine Karotte zum Schreddern darf natürlich auch nicht fehlen.

Unsere Erziehung

Die Erziehung unserer Hunde ist für uns eine sehr klare Sache. Manchmal habe ich das Gefühl unsere Whippets erziehen sich mit der nötigen Konsequenz von allein. Wenn Sie ihre nötige Auslastung bekommen, gehen sie mit uns durch den kompletten Alltag und passen sich unserem Tagesablauf super an. Alle unsere Whippets können in der freien Natur problemlos abgeleint werden. Ich gehöre nicht zu den Menschen die sagen, dass unsere Hunde nicht jagen! Allerdings kann man einen Whippet so gut erziehen, dass man den Jagdtrieb gut im Griff hat. In einer gewissen Nähe lassen sich meine Hunde alle gut abrufen und haben stets ein Ohr bei mir. Wir arbeiten ganz viel über Futter und Stimme. Der Futtertrieb, der in der ersten Lebensphase aktiv aufgebaut werden sollte, ist für uns die halbe Miete für einen gut funktionierenden Hund. Direkt im Anschluss kommt natürlich die Aufmerksamkeit. Für mich ist das so ähnlich wie mit meinen Kindern. Verpasse ich den richtigen Zeitpunkt...ist es meist schon zu spät. Darum versuchen wir für alle eine ganz klare Linie zu fahren, mit viel Struktur.